Zitterpartie mit glücklichem Ende für die 1. Damen
Mit den Damen aus Essen erwartete uns ein Gegner, der seine Abstiegsgefahr noch nicht abgewendet und somit jeden Punkt bitter nötig hatte. Für uns war vor der Partie das Ziel klar: Die letzte Auswärtsfahrt sollte definitiv mit zwei Punkten belohnt werden!
Das Spiel war von Beginn an sehr ausgeglichen, sodass sich keine Mannschaft absetzen konnte. Dies lag vor allem daran, dass wir viel zu einfache Tore aus dem Rückraum zuließen und in der Offensive einige klare Torchancen nicht konsequent nutzten. Nach ebendiesen Startschwierigkeiten fanden wir zunehmend besser in die Partie und konnten uns letztendlich auf 4:7 (13.) absetzen. Durch eine verbesserte Defensive konnten wir einige Bälle erkämpfen und so durch mehrere Gegenstöße den Gegner weiterhin auf Schlagdistanz halten (7:9; 8:10). Leider ließ unsere Chancenauswertung stark zu wünschen übrig, so vergaben wir sehr viele Möglichkeiten den Abstand weiter auszubauen. Dazu gesellten sich eine Vielzahl von technischen Fehlern, die häufig die Folge von viel zu überhasteten Aktionen waren. Der Gegner spielte konsequent einen Spielzug, auf den wir mehrfach nicht der Lage waren, die Defensive darauf auszurichten. Somit konnte der ETB verdient zum 12:12 (25.) ausgleichen, wenngleich wir passend zum Abpfiff der ersten Hälfte noch eine 13:14-Führung erzielen konnten.
In der Pause fanden die Trainer die passenden Worte: Wir standen uns in dieser Begegnung bisher selbst im Weg und machten den Gegner durch unsere überhasteten und unkonzentrierten Handlungen stark.
Dennoch war klar, dass wir uns diese beiden Punkte nicht nehmen lassen und in den folgenden dreißig Minuten den Fokus auf Ballgewinne gegen wollten.
Leider war die zweite Halbzeit ein Abbild der ersten, sodass keine Mannschaft in der Lage war, das Spiel vorzeitig für sich zu entscheiden. Zum Glück parierte Sali direkt zwei Siebenmeter nacheinander und konnte somit dafür sorgen, dass der Gegner mit 15:17 im Hintertreffen blieb (38.). Die Manndeckung gegen Nadia machte sich leider in der Offensive bemerkbar, da sich unser Angriffsspiel sehr statisch gestaltete. Dennoch schafften wir es, den durch die Manndeckung entstehen Platz zu nutzen und konnten den Abstand auf 3 Tore ausbauen (15:18; 39.). Wer in dem Moment dachte, das Spiel sei entschieden, der irrte sich leider gewaltig: Der Gegner kam Tor um Tor wieder heran und glich letztendlich zum 18:18 (44.) aus. In den letzten fünfzehn Minuten waren nichts für schwache Nerven, so leisteten wir uns enorm viele technische Fehler. Letztendlich standen noch drei Sekunden Spielzeit auf der Uhr und der Gastgeber vergab einen sehr knappen direkten Freiwurf, der uns letztendlich mit dem Endstand von 21:22 zum glücklichen Sieger des Spiels machte!
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das gerechte Ergebnis definitiv eine Punkteteilung gewesen wäre, da wir uns über sechzig Minuten wirklich nicht mit Ruhm bekleckert haben! Jessica Kurschildgen zeigte sowohl offensiv als auch defensiv eine starke Leistung und auch Sali Uilissene ist an dieser Stelle positiv hervorzuheben.
Leider verletzte sich unsere Kreisläuferin Caren Käfer in der ersten Hälfte an ihrem frisch operierten Knie - die Diagnose steht noch aus. Wir drücken ihr die Daumen, dass es nichts Schlimmes ist!
Am Ende des Spiels fielen uns mehrere Steine vom Herzen, dass wir mit diesem Sieg nun punktgleich mit dem Wuppertaler Konkurrenten sind und zwei Spieltage vor Saisonende wirklich noch alles offen ist.
Es spielten: Uilissene; Wichelhaus, L. (3/2), Wichelhaus, S., Koßmann (5), Abu Rajab (5), Riegler, Käfer (1), Lemkau (2), Kowalewski (1), Kurschildgen (4), Rohde (1), Keus
Nun verabschieden wir uns in die Osterpause und freuen uns über eine trainingsfreie Woche! Danach liegt der Fokus voll und ganz auf der Partie gegen den bereits als Aufsteiger feststehenden Bergischen HC am 27.04. um 15 Uhr in der Sporthalle Buschenburg.